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Update: 13.05.2012
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| Bismarckturm auf Windmühlenruine Der Bismarckturm in Frankfurt-Lichtenberg Vorbemerkung Der Bismarckturm in Frankfurt-Lichtenberg wurde wie der Bismarckturm in Tecklenburg/NRW auf der Ruine einer alten Windmühle errichtet. Nach der Errichtung der Mühle im Jahre 1694 brannte die Windmühle bis 1861 insgesamt vier Mal ab. Am 28.08.1861 wurde eine neue Windmühle auf dem Mühlenberg errichtet (wurde 1920 durch einen Sturm vernichtet). Bauplanung Initiiert wurde der Bau der Feuersäule vom 1895 gegründeten Kriegerverein Lichtenberg und Umgebung auf Vorschlag des Oberamtsmanns Koppe aus Wollup sowie des Rittmeisters Werner Schulz aus Lichtenberg-Rosengarten. Die Kosten für den Turmbau betrugen 3.000 Mark. Gestiftet wurde das Bauwerk vom Rittergutsbesitzer Schulz. Bauarbeiten Der Umbau der alten Windmühle wurde ab dem 01.10.1905 vorgenommen Den Entwurf lieferte Maurermeister Henkel aus Briesen i. Mark, der auch für die Ausführung der Bauarbeiten verantwortlich war. Als Baumaterial wurden Granitsteine und Feldstein-Findlinge benutzt. Der obere Teil des Turmes wurde mit Ziegelsteinen doppelt abgesetzt.
Die 6 m hohe Feuersäule ohne Aussichtsfunktion hat einen runden Grundriss mit einem Durchmesser von 10,50 m. Oberhalb des Einganges wurde in einer 13 cm tiefen Nische eine rechteckige Relieftafel (Reliefkopf Bismarcks aus Kupfer) mit der Inschrift Ein treuer deutscher Diener Kaiser Wilhelm I./ angebracht. Die Relieftafel wurde in der Bronzegießerei Gladenbeck & Sohn in Berlin-Friedrichshagen hergestellt. Auf das Flachdach wurde eine Eisenkonstruktion mit einer ca. 80 cm x 80 cm großen Feuerschale aufgesetzt. Die kupferne Feuerschale mit einem Durchmesser von 2,50 m wurde mit einer Mischung aus 5 kg Pech, 5 kg Schwefel, 2,5 kg Werg (Flachs- und Hanffasermaterial) und 10 Liter Petroleum befeuert. Die Brenndauer betrug 1 bis 1,5 Stunden. Über eine rückseitig liegende Eisenleiter war das Flachdach besteigbar. Turmgeschichte Die Einweihung des Turmes wurde am 01.04.1906 im Rahmen einer Feier durchgeführt. Der "Weiheakt" wurde von Landrat Dr. Kleiner durchgeführt. In den Abendstunden des Einweihungstages wurde das erste Feuer auf der Säule entzündet. Im Jahr 1911 und in Folgejahren wurden jährlich zum 01. April Bismarck-Feiern und andere patriotische Veranstaltungen abgehalten. Im Jahr 1945 wurde der Turm durch Artilleriebeschuss beschädigt und diente zeitweise als Kadaverhaus. Vom Turm ist nur der Unterbau mit rundem Grundriss erhalten. Im August 2002 wurde der Turm in stark ruinösem Zustand vorgefunden. Der von der Straße abgewandte Teil des Turmes und das Dach fehlen. Durch eine Unterschriftenaktion in Lichtenberg, an der sich 98 % der im Dorf lebenden Personen (450 Einwohner) beteiligten, konnte der Bismarckturm vor dem geplanten endgültigen Abriss bewahrt werden. Eine Spendensammlung zur Erhaltung des Bismarckturmes ergab einen Betrag von 7.000 €. Lichtenberger sammelten zudem Feldsteine, die verbaut werden sollen. Im Oktober 2006 begannen die Sanierungsarbeiten am Turm. Aufgrund von Geldmangel (die Stadt bezuschusste die Baumaßnahme mit 3.000 EURO) mussten die Baumaßnahmen vor Abschluss der Sanierung Ende Oktober 2006 eingestellt werden. Weitere Spenden werden benötigt. Im Jahr 2012 wartet man noch auf die Fortsetzung der Bauarbeiten, die von weiteren Spendenmitteln abhängen. Links Quellen - Seele, Sieglinde: Lexikon der Bismarck-Denkmäler, Imhof-Verlag Petersberg, 2005, S. 150 Fotografen - Roland Thom, Frankfurt/Oder (undatiert) |
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