Ersatzbataillon 2 für Turmbau
Der Bismarckturm in Metz
Das Ersatzbataillon 2 der in Metz stationierten Truppen regte den Bau dieses Bismarckturmes auf dem Berg St. Quentin im Winter 1898/99 an. Nach Gründung eines Bismarckturm-Komitees unter Vorsitz von Oberstleutnant Winterfeld vom Pionier-Bataillon Nr. 16 (später abgelöst von Oberst Dingeldein) sammelte man Spenden für den Bau des Turmes.
Als Standort wählte man einen Bergvorsprung des St. Quentin, nachdem die militärische Behörde die Genehmigung dazu erteilt hatte. Aus militärstrategischen Gründen durfte die Säule nicht auf dem Gipfel des St. Quentin errichtet werden.
Man entschied sich für den von der deutschen Studentenschaft mit dem 1. Preis ausgezeichneten Entwurf "Götterdämmerung" des Architekten Wilhelm Kreis, dessen Entwurf vom Bauleiter, dem Königlichen Baurat Herzfeld in Metz, den örtlichen Gegebenheiten angepasst wurde. Ausgeführt wurden die Maurerarbeiten durch die Firma Haase und Schott aus Metz. Als Baumaterial für den als Aussichtsturm mit Feuerschale konzipierten Turm wählte man Kalkstein (außen) und Bruchsteine (innen).
Bei der Befeuerungsanlage auf dem Turmkopf handelte es sich um eine viereckige, massive Feuerpfanne aus Beton, die fest eingemauert war. Die ursprüngliche Befeuerung erfolgte mit Scheitholz, welches mit flüssigem Teer und Petroleum getränkt wurde. Nach 1918 wurde die Feuerschale entfernt.
Zur Stadtseite hin wurde ein Bismarck-Medaillon von Bildhauer Knittel angebracht. Über eine eiserne Wendeltreppe gelangte man zur Aussichtsplattform des Turmes.
Der Bismarckturm wurde im Mai 2001 verschlossen und im guten Zustand vorgefunden. Das Bismarckrelief ist durch Einschüsse beschädigt, aber noch zu erkennen.
Im Juni 2008 war das Bauwerk im sanierungsbedürftigen Zustand und mit Graffitis beschmiert.
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Dank an Annette Maas (M.A., Université de Nancy II) für ergänzende Hinweise, Dank an Reinhard Kottek für Fotos und Hans-Dieter Hirschmann aus Haßloch für Fotos und Hinweise |