Die neue "Mengeringhäuser Warte"
Der Bismarckturm in Mengeringhausen
Am 04.06.1882 wurde auf der Matzenhöhe in Mengeringhausen die neugebaute "Warte" eingeweiht, die die alte eingestürzte "Mengeringhäuser Warte" ersetzen sollte.
Im Zuge der Bismarckbegeisterung regte der Arzt Dr. Ohlendorf die Umbenennung des Turmes in Bismarck-Warte an. Beim Freischießen am 28. Juni 1902 machte der Stadtarzt und Geheimrat Dr. Ohlendorf den Vorschlag, ein Reliefbild des Fürsten von Bismarck für die Mengeringhäuser Warte zu stiften. Die Warte wurde am 02.09.1902 zur Stadtseite hin mit einem bronzenen Bismarck-Medaillon versehen und in Bismarckwarte umbenannt.
Die Kosten für das Bismarck-Medaillon, welches in der Galvanoplastischen Kunstanstalt in Geislingen a.d. Steige gefertigt worden war, betrugen 210 Mark. Der Einbau erfolgte durch Karl Bödicker aus Mengeringhausen (Kosten: 29,10 Mark).
Die Aussichtsplattform (382 m über NN) ist über eine Außenwendeltreppe mit 23 Stufen erreichbar.
Die Warte wurde gegen Ende der 80-er Jahre saniert und ist bis heute Bestandteil des kulturellen Lebens in Mengeringhausen. Alle 7 Jahre wird ein "Ausmarsch" der 500 Jahre alten historischen Schützengesellschaft anlässlich des Freischießens, des größten Heimatfestes des Altkreises Waldeck, zu dieser Warte hin unternommen. Die Warte dient als Kulisse für Ehrungen der Mitglieder.
Alljährlich findet hier auch das Osterfeuer statt, das durch den erhabenen Standort der Warte über der Stadt weithin sichtbar ist.
Diese Warte ist als letzte von drei historischen Warten der Stadt Mengeringhausen erhalten.
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