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Update: 08.03.2011
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Erste "Götterdämmerung" im Rheinland Die Bismarcksäule in der Rheinaue bei Bonn war die fünfte von insgesamt 47 Bismarcksäulen, die nach dem von der deutschen Studentenschaft mit dem 1. Preis ausgezeichneten Entwurf "Götterdämmerung" des Architekten Wilhelm Kreis gebaut wurde. In Bonn wurden noch zwei weitere Bismarcktürme errichtet, auf dem Venusberg und in Bad Godesberg. Bauplanung Angeregt wurde der Bau dieser Säule durch die Bonner Studentenschaft (insbesondere die Burschenschaft Alemannia) und einen liberalen Bonner Bürgerverein. Als Standort der Säule wählte man einen Platz am Ufer des Rheins in der "Gronau", einem städtischen Grundstück neben dem Stadtpark. Das Grundstück für den Turm wurde von der Stadt Bonn kostenlos zur Verfügung gestellt. Bauarbeiten Die Oberleitung der Baumaßnahmen übernahm Stadtbaurat Rudolf Schultze, die Bauleitung hatte Architekt Hans Bloemers und die Bauarbeiten wurden von der Firma J. Spettmann und J. Runge (Baugeschäft) ausgeführt. Als Baumaterial wurde Niedermendiger Basaltlava verwendet. An der Rheinseite wurde ein Reichsadlerrelief mit Bismarck-Wappen (entworfen von Wilhelm Kreis) aus dem Baumaterial Trachyt (ausführende Firma Bachem & Co., Königswinter) angebracht. Baubeschreibung Als Basis dieser 13 m hohen reinen Feuersäule ohne Aussichtsmöglichkeit dient ein zweistufiges quadratisches Podest. Die untere Podeststufe ist 8,1 m x 8,1 m und die zweite Stufe 6,25 m x 6,25 m breit. Die untere Podeststufe ist 0,5 m, die obere Podeststufe 0,6 m hoch (Tiefe jeweils 0,94 m). Oberhalb der Podeststufen erhebt sich mittig der quadratische Turmsockel mit einer Kantenlänge von 4,4 m x 4,4 m und einer Höhe von 1,4 m. Auf der vom Rhein abgewandten Seite (Süden) sind beide Podeststufen mittig auf einer Breite von 1,00 m unterbrochen. Hier wurde (2,15 m zurückgesetzt) mittig eine Tür von der Größe 1,75 m x 1,00 m angebracht, die in einen Hohlraum im Innern der Säule führt. Von hier aus führen Steigeisen bis zu einem schmalen Austritt oberhalb des Architravs. Über eine außen am Turmkopf befestigte Leiter mit 11 Sprossen war die Feuerschale (rechteckige, schmiedeeiserne Pfanne, 2 m x 3 m) erreichbar. Auf der Rheinseite (Norden) wurde als einziger Schmuck ein 1,05 m x 2 m breites Reichsadlerrelief mit Bismarckwappen als Herzschild in Trachyt angebracht, welches von der Fa. Bachem & C. aus Königswinter hergestellt worden ist. Die vier Kanten des Schaftes bestehen - wie bei dem Entwurf "Götterdämmerung" typisch - aus Dreiviertelsäulen, die von einem Architrav mit zweistufigem Oberbau zusammengehalten werden. Die Säule wurde umfriedet mit steinernen Pfosten, je vier Pfosten auf jeder Seite, die mit metallenen Eichenstämmchen verbunden sind. Geschichte der Bismarcksäule Die Feuerschale wurde bei der ersten Inbetriebnahme mit Holz, Teer und Petroleum befeuert. Danach tränkte man das Holz mit Gasöl. Dadurch wurde eine heller leuchtende Flamme bei einer Brenndauer von 4-5 Stunden erreicht. Die Kosten für die fest eingemauerte Feuerschale betrugen 660 Mark. Nach Fertigstellung wurde der Turm der Stadt Bonn eigentumsrechtlich mit der Verpflichtung übertragen, dass die Stadt für die Instandhaltung des Platzes, der zum Turm führenden Wege und den Erhalt des Bauwerkes selbst Sorge trage. Auf der Westseite wurde nachträglich eine 80 cm x 65 cm große Inschrifttafel mit der Inschrift BISMARCKTURM/ Am Turmsockel angebracht (links neben der Inschrifttafel sind Abdrücke einer früheren, gleich großen Tafel zu erkennen). Die Säule wurde im Jahr 1989 durch eine Spende der Deutschen Atochem-Werke saniert. An der oberen Podeststufe der Westseite wurde um 1990 rechtsseitig eine kleinere Inschrifttafel (36 cm x 20 cm) mit der Inschrift AUS ANLASS DER/ montiert. Links Quellen - Seele, Sieglinde: Lexikon der Bismarck-Denkmäler, Imhof-Verlag Petersberg, 2005, S. 72 Fotograf:
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