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Update: 31.08.2010
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Sieben Jahre Provisorium für Bismarck Am 12.11.1908 trafen sich auf Einladung des Justizrates Jungeblodt und Fabrikbesitzer H. Schürholz etwa zwanzig Bismarck-Verehrer, um über den Bau eines geplanten Bismarck-Denkmals für Dorsten zu sprechen. Zum Bau dieses Denkmals waren zu diesem Zeitpunkt bereits Beträge in Höhe von 3.000 Mark gezeichnet. Planung und Finanzierung Aus dieser Versammlung heraus bildete sich ein Komitee unter Vorsitz der Herren Jungeblodt, Schürholz und des Gymnasialdirektors Dr. Wiedenhöfer. Über die Art des Denkmals und den Standort gab es auf der Versammlung noch keine Beschlüsse, das Jahr 1915 wurde als Einweihungsjahr angestrebt. Für das Denkmalvorhaben sollte ein Verein gegründet werden, der die Aufbringung der finanziellen Mittel gewährleisten sollte. Am 13.12.1908 wurde über die Satzung des neu zu gründenden Vereins „Fürst-Bismarck-Denkmal der Gemeinden Dorsten und Herrlichkeit Lembeck“ beratschlagt. Kurz darauf wurde der Verein gegründet, die Mitgliedschaft konnte für eine Mindestsumme von 1 Mark erworben werden. Bereits im Jahr 1910 hatte der Verein 160 Mitglieder und einen Grundstock von 4.600 Mark für das Denkmal. Bis zum 23.03.1912 wuchs der Denkmalfonds auf ca. 6.000 Mark an. Über die Entscheidung, das Bismarckdenkmal in Form eines Bismarckturmes zu errichten, ist nichts bekannt. Bauarbeiten Am 10.10.1913 wurde in der Dorstener Volkszeitung angekündigt, dass am 19.10.1913 ein Bismarck-Aussichtsturm auf dem Freudenberg eingeweiht werden soll. Über die Bauausführung, die Baufirma und den Architekten ist nichts bekannt. Baubeschreibung Auf einem quadratischen Betonsockel erhob sich ein 16 m hoher hölzerner Aussichtsturm. Über eine Treppe war die breite Aussichtsplattform des viergeschossigen Turmes erreichbar. Hinweise auf Bismarck waren am Turm nicht vorhanden. Einweihung des Turmes
Die feierliche Einweihung des Bismarckturmes wurde am 19.10.1913 um 16:00 Uhr begangen. An der Feier, die zugleich auch Gedenkakt für die 100-jährige Wiederkehr der Völkerschlacht bei Leipzig war, nahmen neben dem Kriegerverein Dorsten auch viele patriotisch gesinnte Bürger aus Dorsten und Umgebung teil. Die Festansprache hielt Fabrikbesitzer Schürholz, der bei seiner Rede betonte, dass dieser Holzturm ein Provisorium wäre und später durch einen „monumentalen Bismarckturm“ ersetzt werden soll. Zudem sollte am Turm ein großer Volks- und Jugendpark errichtet werden. Amtmann Kuckelmann nahm den Aussichtsturm nach der Einweihung in seine Obhut. Geschichte des Turmes
Im 1. Weltkrieg diente das hölzerne Bauwerk der Ersatzabteilung des Feld-Artillerie-Regiments Nr. 7 Wesel als Flugwache. Der Turm wurde im Jahr 1920 abgebrochen. Mit nur 7 Jahren hatte der Dorstener Turm die kürzeste "Lebensdauer" aller 240 Bismarcktürme. Links Hinweis: Der genaue Standort des ehemaligen Bismarckturms auf dem Freudenberg in Dorsten ist mir unbekannt. Auf den verlinkten Karten wird der Freudenberg in Dorsten gezeigt. Für Hinweise auf den genauen Standort, Bilder, Fotos und weitere Infos zur Baugeschichte des Turmes bin ich dankbar. Quellen - Seele, Sieglinde, Mannheim (Archiv Seele): Bismarck-Turm von Dorsten (Nordrhein-Westfalen) |
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