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Update: 19.01.2010
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| Kuhbergturm nahe der Göltzschtalbrücke Der Bismarckturm in Netzschkau Der Schriftsteller Dr. Gottfried Doehler aus Greiz machte in einem Zeitungsartikel am 01.06.1899 den Vorschlag, neben dem geplanten Bismarckturm in Plauen auch in Netzschkau einen Bismarckturm zu errichten. Bereits am 31.07.1899 fand die konstituierende Versammlung des "Ausschusses für den Bau eines Bismarckturmes auf dem Kuhberg" statt. Die zu diesem Zweck gegründeten Ortsausschüsse in den Nachbarstädten Greiz, Elsterberg, Herlasgrün, Mylau, Netzschkau, Neumark und Reichenbach sammelten insgesamt 24.300 Mark an Spendengeldern. Die Stadt Netzschkau kaufte für 3.000 Mark dem Rittergutsbesitzer Loebering aus Kleingera das Grundstück (Kuppe des Kuhberges) ab. Der Entwurf für den Turm stammt vom Architekten Wilhelm Thurm aus Herzberg im Harz. Nach der Grundsteinlegung am 30.07.1900 ging der Bau dank vierzig Arbeitern der Fa. Golle und Kruschwitz aus Greiz zügig voran. Das innere Mauerwerk wurde aus Ziegeln, das äußere aus Granit und die Zwischenfüllung aus Grauwacke vom Kuhberg gefertigt. Die drei aufgesetzten Feuerpfannen aus Eisenblech wurden für 500 Mark von der Fa. Franz Stark & Sohn geliefert. Befeuert wurden die Pfannen ursprünglich mit Holz, Teer, Kolophonium (Harzprodukt) und Benzin, später wurde das Bauwerk bengalisch beleuchtet. Über dem Eingang wurde ein Bismarck-Wappen aus Stein angebracht. An der Einweihungsfeier am 28.10.1900 nahmen zahlreiche Bürger teil. Abends brannte das erste Höhenfeuer in den Feuerpfannen. Mit dem Ergebnis der Befeuerung war man unzufrieden. Allein im ersten Jahr bestiegen 16.000 Personen den Aussichtsturm, um die gute Rundumsicht ins Vogtland zu genießen. Im Jahr 1922 wurden erste Instandsetzungsarbeiten durchgeführt. Erst 1974 erfolgte die nächste Sanierung, nachdem die Bausubstanz insbesondere durch Witterungseinflüsse Schaden genommen hatte. 1974 wurde der Turm unter Denkmalschutz gestellt. Im Herbst 2000 wurde das 100. Jubiläum des Bismarckturmes gefeiert. Die Öffnungszeiten des Turmes orientieren sich an den Öffnungszeiten der Kuhbergbaude (benachbarte Gaststätte, Tel.: 03765/34125): Eine informative Broschüre mit vielen Details und Fotos gibt es für 2,50 EURO bei Bernd Scholz, Schützenstr. 18, 08491 Netzschkau. Links Kuhbergbaude (mit 360°-Panoramablick) Vielen Dank an Bernd Scholz für zahlreiche Infos! Vielen Dank an Ralph Männchen aus Dresden für Fotos (April 2005) sowie Hans-Dieter Hirschmann aus Haßloch für Fotos (September 2009). |
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