Die Feuersäule auf dem Windberg
Die Bismarcksäule in Zwickau
Bauplanung
Der Vorstand des Erzgebirgs-Zweigvereins zu Zwickau 1899, in persona Prof. Dr. Fritsche aus Zwickau, regte den Bau dieser Bismarcksäule auf dem Windberg an.
Bei einer Ausschreibung ging Architekt Ernst Kühn aus Zwickau (Assistent an der Kunstakademie in Dresden) mit seinem Entwurf als Sieger hervor. Ernst Kühn übernahm beim Bau des Turmes durch Baumeister Emil Selbmann aus Zwickau auch die Bauleitung.
Das Grundstück auf dem Windberg wurde von Kaufmann Franz Zimmermann aus Zwickau kostenlos zur Verfügung gestellt.
Bauarbeiten
Als Baumaterial verwendete man Granit, den man aus dem Fichtelgebirge beschafft hatte.
Baubeschreibung und Befeuerung
Auf einem zweistufigen quadratischen Unterbau (Kantenlänge 7 m x 7 m) erhob sich die eigentliche Feuersäule. Die Seiten waren nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet. Auf vier gusseisernen Kugeln auf dem Turmkopf ruhte die im Durchmesser 3,5 m große und 1,5 m hohe Feuerschale aus Gusseisen mit Schamottenausmauerung, die in der Königin-Marienhütte zu Kainsdorf bei Zwickau gefertigt worden war.
Die Feuerschale wurde mit trockenen Holzstücken, Pech und Teer befeuert. Über eine kleine Tür an der Südseite konnte man in das Innere der Feuersäule gelangen. Durch eine im Innern befindliche Leiter war die Feuerschale erreichbar.
Geschichte der Bismarcksäule
An der Bismarcksäule sollte nachträglich eine Bismarck-Relief angebracht werden, wozu es aber aus unbekannten Gründen nicht gekommen ist.
Im 2. Weltkrieg wurde am Fuße der Bismarcksäule ein Luftschutzbunker für den Kreiseinsatzstab errichtet. Das Bauwerk wurde als Beobachtungspunkt des Luftschutzes genutzt.
Die Säule wurde im Frühjahr 1964 abgerissen.
Links
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Vielen Dank an Marco Barnebeck und Reiner Sander aus Zwickau, Dank an Wolfram Keil
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